Was die Coen-Brüder mit Ihrem Computer zu tun haben

Joel und Ethan Coen sind zwei amerikanische Brüder, die seit vierzig Jahren Filme über ein bemerkenswertes Phänomen drehen:

den Menschen.

Genauer gesagt: über den Menschen und seinen rührenden Glauben, er habe die Dinge unter Kontrolle.

Die Coen-Brüder haben Filme wie Fargo, No Country for Old Men und The Big Lebowski gedreht. Ihre Geschichten beginnen meistens ganz harmlos. Jemand braucht Geld. Jemand findet Geld. Jemand möchte einen Teppich zurück.

Dann macht jemand einen Plan.

Und damit fangen die Schwierigkeiten an.

Denn bei den Coens gibt es eine höhere Macht.

Sie heißt nicht Gott.

Sie heißt Zufall.

Ein Auto kommt im falschen Moment. Eine Münze fällt auf die falsche Seite. Ein Mensch trifft den falschen Menschen. Eine kleine Lüge braucht eine größere.

Und irgendwann steht jemand da und fragt:

Warum?

Die Coens antworten:

Keine Ahnung.

Das ist keine besonders tröstliche Philosophie.

Aber eine erstaunlich brauchbare.

Denn der Mensch möchte Ordnung. Ursache und Wirkung. Wenn ich A tue, muss B geschehen.

Die Wirklichkeit hat diesen Vertrag allerdings nie unterschrieben.

Und damit sind wir beim PCDOKTOR.

Seit über dreißig Jahren hören wir Sätze, die auch aus einem Coen-Film stammen könnten.

„Gestern ging es noch.“

„Das Passwort hat immer funktioniert.“

Und natürlich der Klassiker:

„Ich habe nichts gemacht.“

Das ist ein bedeutender Satz.

Er gehört zu den großen Sätzen der Menschheitsgeschichte.

Gleich hinter:

„Das Schiff ist unsinkbar.“

und

„Ich weiß genau, was ich tue.“

Wobei man fairerweise sagen muss:

Manchmal hat der Kunde tatsächlich nichts gemacht.

Der Computer hat es ganz allein geschafft.

Auch das kommt vor.

Ein Update geht schief. Eine Festplatte verabschiedet sich. Der Drucker beschließt, den Rechner, mit dem er seit fünf Jahren zusammenlebt, nicht mehr zu kennen.

Und manchmal haben auch wir keine vernünftige Erklärung dafür.

Das ist der Punkt, an dem die Coen-Brüder und der PCDOKTOR sich erstaunlich nahekommen.

Wir glauben nämlich auch nicht, dass man alles unter Kontrolle haben kann.

Deshalb machen wir Backups.

Nicht weil wir glauben, dass nichts schiefgeht.

Sondern weil wir ziemlich sicher sind, dass irgendwann etwas schiefgeht.

Das ist kein Widerspruch zur Coen-Philosophie.

Es ist ihre praktische Anwendung.

Man kann den Zufall nicht abschaffen.

Man kann ihm nur die Arbeit ein bisschen schwerer machen.

Und wenn Windows eines Morgens nicht startet, der Drucker schweigt und Microsoft ein Passwort verlangt, von dessen Existenz Sie bislang nichts wussten, dann müssen Sie die Welt nicht verstehen.

Und Sie müssen auch nicht auf zwölf Internetseiten irgendwelche Reparaturprogramme ausprobieren.

Sie können uns anrufen.

Ob wir alles wieder hinbekommen?

Natürlich nicht.

Wer das verspricht, hat die Coen-Brüder nicht verstanden.

Aber wir haben in dreißig Jahren schon ziemlich viel gesehen.

Und meistens fällt uns etwas ein.

Die Welt können wir auch nicht in Ordnung bringen.

Bei Ihrem Computer versuchen wir es wenigstens.