Herr Linden, der Gründer von PCDOKTOR.de hat in den 80er Jahren einige Jahre als Redakteur für Stadtmagazine gearbeitet. Also in einer Zeit, in der Texte noch geschrieben, redigiert und manchmal sogar verstanden wurden.

Neben einer gewissen Besserwisserei – die bei Licht betrachtet auch nur eine unhöflich angezogene Form von Bildung ist – brachte er vor allem Neugier mit. Und eine journalistische Ader, die bis heute nicht vollständig verstopft ist.

Das kommt PCDOKTOR.de zugute. Denn eine Homepage schreibt sich nicht von allein. Ein Newsletter auch nicht. Und Social Media schon gar nicht, auch wenn Instagram und Facebook gern so tun, als müsse man dort nur irgendetwas hochladen, am besten mit einem lächelnden Menschen, einer Tasse Kaffee und dem Wort „Team“. Dann wird schon alles gut. Wird es aber nicht.

Gute Texte brauchen einen Menschen.

Einen, der weiß, was er sagen will. Und was besser nicht.

Künstliche Intelligenz kann dabei helfen. Aber sie ersetzt keinen Autor. Schon gar keinen, der lesen kann. Lässt man KI einfach machen, entstehen oft Texte, die klingen, als hätte ein sehr höflicher Staubsauger einen Volkshochschulkurs besucht: präzise, glatt, bemüht – und nach drei Sätzen bereits tot.

Erst wenn ein gebildeter Mensch der KI klare Vorgaben macht, sie korrigiert, kürzt, bremst und gelegentlich am Kragen vom Buffet wegzieht, kann daraus etwas Brauchbares werden. KI braucht einen Meister, der das Metier kennt. Jemanden, der merkt, wenn die Maschine wieder überbordet, fabuliert oder mit großer Sicherheit Unsinn erzählt. Denn eines kann KI erstaunlich gut: lieber etwas behaupten, als zuzugeben, dass sie nichts weiß.

Man muss das erkennen. Sofort. Und korrigieren. Notfalls mehrfach.

Dann allerdings kann KI nützlich sein.

Sie kann Zeit sparen, Entwürfe liefern, Formulierungen anstoßen und Ideen sortieren. Aber den Menschen, der Geschmack, Erfahrung und Urteilskraft mitbringt, ersetzt sie nicht. Nicht heute. Nicht morgen. Und auch nicht, wenn irgendein Konzern wieder behauptet, diesmal sei aber wirklich alles anders.

Zeitungen und Verlage sparen sich heute oft Korrektoren und Lektoren. Das merkt man. Der gebildete Leser merkt es jedenfalls. Ein Text, der nicht überarbeitet wurde, steht oft da wie ein Regal von IKEA ohne Rückwand: irgendwie vorhanden, aber nicht vertrauenerweckend.

Für PCDOKTOR.de ist KI deshalb ein Werkzeug. Kein Autor. Kein Chefredakteur. Kein Ersatz für Haltung.

Hilfreich ist sie auch bei Illustrationen für Homepage und Newsletter. Denn gute Grafiker kosten Geld, gute Fotos aus Bildagenturen ebenfalls, und bei Lizenzen wird es schnell so heiter wie bei einem Steuerbescheid.

Also nutzt man KI. Aber mit Verstand. Mit Kontrolle. Und mit einem Menschen davor, der weiß, wann genug ist.

Bei PCDOKTOR.de heißt dieser Mensch unter anderem: Hajo Linden.
Redakteur, Beobachter, Formulierer.
Und im Zweifel der Mann, der der KI sagt:
„So nicht. Noch mal. Kürzer. Und bitte weniger Schaum.“