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Wie lange lebt welches Speichermedium?

Wenn Sie gerade ihren Lieblingsfilm auf DVD mitgeschnitten haben, fragen Sie sich vielleicht, wie lange Sie ihren Klassiker aufbewahren können. Bei modernen CDs, DVDs oder Blu-rays versprechen die Hersteller eine Lebensdauer zwischen 80 und 100 Jahren – das sollte für ein Menschenleben locker ausreichen.

Nicht ganz. Denn die Produzenten lassen sich natürlich ein Schlupfloch, sie fordern „optimale Lagerbedingungen“. Das bedeutet bei optischen Medien: Temperaturen um die 25 Grad, kein Licht, keine Kratzer, keine Aufkleber, keine Fingerabdrücke – und die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Schon ein kleiner Kratzer kann die Reflexionsschicht dauerhaft zerstören. Etiketten mit chemischen Lösungsmitteln in der Klebeschicht können die Oberfläche ähnlich stark beschädigen wie eine mit einem zu harten Stift aufgekritzelte Inhaltsangabe. Unterm Strich überrascht es also nicht, dass die Daten bei einem großen Prozentsatz gebrannter optischer Medien bereits nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar sind. Der PCDOKTOR empfiehlt deshalb auch hier eine zusätzliche Datensicherung, zum Beispiel auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Diese sind aber nicht zu empfehlen, wenn Sie Ihre Fotos, Filme oder Dokumente dauerhaft archivieren wollen. Ein Stick lebt durchschnittlich sieben Jahre, eine Festplatte sollte nach zehn Jahren ausgetauscht werden.

Fazit: Wenn Sie Ihr Fotoarchiv oder Ihre Musiksammlung sichern möchten, fahren Sie besser eine zweigleisige Strategie. Für die langfristige Archivierung sollten Sie DVDs verwenden, die Daten aber obendrein auf einer Festplatte ablegen, die Sie alle zehn Jahre erneuern. Doppelt gemoppelt hält sicher.

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