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Praxistipp: Sicher surfen

Ob Sie sicher und ohne nachträgliche Probleme im Internet unterwegs sind, hängt zuerst an Ihrem Browser – also der Software, die HTML-Seiten lesen kann. Erster Tipp: Sollten Sie immer noch den Internet Explorer auf dem Rechner haben und vielleicht sogar nutzen – lassen Sie künftig die Finger davon! Der Support für das Programm ist schon lange Jahre eingestellt, die Software eine Virenschleuder par excellence.

Der gängigste Browser heute ist Mozilla Firefox, der auch unbedingt zu empfehlen ist (hier herunterladen). Zusätzlich zum Standardbrowser sollten Sie weitere installieren – schon allein deshalb, weil Sie ihn dafür reservieren sollten, darüber ausschließlich Ihre Bankgeschäfte abzuwickeln. Wenn Sie viele Videos schauen, empfiehlt sich wegen seiner Geschwindigkeit Google Chrome (hier downloaden). Eine weitere gute Internet-Software ist Cliqz (Download hier), der Sie sofort anonym ins Netz schickt. Der Nachfolger vom Internet Explorer aus dem Hause Microsoft hört auf den Namen Edge, auch den können Sie verwenden.

Beim Surfen im Internet hinterlassen Sie mehr Spuren, als Sie vielleicht denken: Der Aufruf einer Webseite verrät dem Seitenbetreiber Ihren ungefähren Wohnort und einige technische Details über Ihren PC – beispielsweise die Browser-Version. Im Hintergrund übermittelt Ihr Rechner nämlich zahlreiche Daten, meist unbemerkt. Viele Browser bieten deshalb einen „privaten Modus“ an, der automatisch Ihre Surf-Informationen (z. B. Passwörter, Cookies und Chronik) löscht und so keine Spuren hinterlässt. Neue Firefox-Versionen verfügen zusätzlich über die Funktion „Seitenelemente blockieren“. Sie verhindert, dass versteckte Tracker Ihr Surfverhalten über mehrere Websites hinweg verfolgen, dabei Informationen über Sie sammeln und das Surfen verlangsamen. Wenn Sie Ihr Surfverhalten vor Google geheim halten wollen, nutzen Sie einfach den Dienst Startpage (https://www.startpage.com/de/), der anonym für Sie die Suchanfrage an Google schickt.

Der wichtigste Tipp für sicheres Surfen: Halten Sie Ihren Browser aktuell. Spielen Sie immer die neueste Software auf (wie das geht, erklären wir Ihnen in einem der nächsten Newsletter). Und: Aktivieren Sie in Firefox unter Add-Ons nicht nur den Adblocker, der Sie vor ungewollten Anzeigen und Bannern verschont, sondern auch das Add-On Noscript, das verhindert, dass irgendwelche Viren, Trojaner oder sonstige Malware sich auf Ihren PC einnisten. Und noch wichtiger: Installieren Sie AdwCleaner (Download hier). Die siebte Version verspricht, noch zuverlässiger schnüffelnde Adware und Spyware zu entfernen, wenn sie doch den Weg auf Ihren Rechner gefunden hat.

Wenn Sie ganz sicher, aber dafür auch etwas langsamer surfen wollen, sollten Sie über ein so genanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN) ins Web gehen. Jeder Computer, jeder Netzwerkdrucker, jeder Rooter, sogar jedes Handy hat eine eigene Kennung, die Internet-Protocoll-Adresse oder kurz IP-Adresse. Das VPN-Prinzip funktioniert so: Sie wählen sich auf einem Server ein, der Sie mir einer anderen, virtuellen IP-Adresse tarnt – es erscheint nicht Ihre Kennung, sondern nur die Adresse, die der Dienst Ihnen zugewiesen hat. Einige Browser bieten diese Funktion standardmäßig an, etwa Opera (hier herunterladen) oder Cliqz (hier downloaden). Oder sie anonymisieren sich vollständig und nutzen Tor (siehe Softwaretipp). So, und jetzt, viel Spaß beim sicheren Surfen.

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