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Verbraucherschützer verklagen Microsoft wegen Downloadzwangs

Erst kommt die Abmahnung, jetzt folgt logisch der Gang vor den Kadi. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat die Firma Microsoft wegen ihres Geschäftsgebarens rund um die Einführung von Windows 10 verklagt. Der Tatbestand: Auf Rechnern mit Windows 7 und Windows 8.1 wird bei vielen Nutzern das neue Betriebssystem schon heimlich vorinstalliert – obwohl sich der Nutzer nicht dafür entschieden hat. Über sechs Gigabyte versteckt Microsoft auf dem Computer ihres Kunden – die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sieht das als Zwangsdownload. Eine Reaktion des Unternehmens blieb bislang aus.
„Diese Geschäftspraxis ist inakzeptabel, da sie eine unzumutbare Belästigung darstellt“, sagt Cornelia Tausch, Vorstand der Verbraucherzentrale, „wir werden die Geschäftspraxis von Microsoft daher gerichtlich prüfen.“ Besonders kritisieren die Schutzengel, dass das Unternehmen dem Nutzer ohne Nachfrage oder gar Benachrichtigung Daten auf den Rechner lädt, die der gar nicht bestellt hat. Nach der heimlichen Aufspielung meldet sich Windows mit Update-Hinweisen, die der Nutzer nur schwer ignorieren kann (siehe letzten Newsletter und Software-Tipp).
Das versteckte Bündel wieder loszuwerden ist gar nicht so einfach. Die Dateien befinden sich in einem Systemordner namens „$Windows.~BT“ (ohne Anführungszeichen) auf der Systempartition. Wenn Sie nicht selbst in die Tiefen Ihres Rechners eintauchen wollen, um ihn zu entfernen, rufen Sie den PC Doktor an, der operiert Ihnen das schlechte Stück heraus.

© Neues vom PCDOKTOR.de – 25. Januar 2016 – Frankfurt am Main

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