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Ebayisierung der Welt

eBay ist überall
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Hin und wieder wird die allgemeine Dumpingwut kurzfristig ausgebremst. Kürzlich ging es dem Dienst Uber so, der ähnlich einer Mitfahrzentrale Privatfahrer zu jeder Tages- und Nachtzeit vermittelt – zu einem Bruchteil von herkömmlichen Taxigebühren. Das Landgericht Frankfurt verbot Privatfahrern, solche Fahrten anzunehmen.
Die Kutscherinnungen laufen dagegen Sturm, zu Recht. Denn die Taxigebühren folgen einer betriebswirtschaftlichen Kalkulation, bei der jeder Posten seine Richtigkeit hat: ausgebildete Fahrer, die nüchtern sind, über Stadtkenntnisse verfügen und die tatsächlich hin und wieder den Mindestlohn verdienen, teure Fahrgast-Versicherungen, gut gewartete Autos nach neuesten Sicherheitsanforderungen – um nur einige der Kostenfaktoren zu nennen. Nun neigen wir alle dazu, ein Schnäppchen bei eBay zu ergattern und uns dann zu wundern, dass man uns Mist angedreht hat und obendrein lausige Garantiebestimmungen gelten. Wir sollten es lieber mit John Ruskin halten, der einmal sagte: „Nehmen Sie das billigste Produkt, müssen Sie für das Risiko, dass es kaputt geht, etwas hinzurechnen. Wenn Sie das aber tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

https://www.pc-doktor-frankfurt.de/down/Ruskin.pdf

 

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